Rückkehr und Bericht aus Schönebeck

Am Mittwoch werden unsere Einsatzkräfte aus dem Gebiet Schönebeck zurück erwartet. Sie werden sich zunächst noch ausruhen und dann die Heimreise antreten.

In Schönebeck waren 13 Wasserrettungszüge mit DLRG Kräften aus Schleswig Holstein - Hamburg - Bayern - Bremen - Saarland - Westfalen - Berlin über mehrere Tage im Einsatz.

Der Schwaben 1 Zug war zunächst mit der Trockenevakuierung der Anwohner betraut. Als die Deichsituation zunehmend kritischer wurde, wurden alle Kräfte zurückgezogen und Schwaben übernahm als Alarmzug mit sofortiger Einsatzbereitschaft die Sicherung der verbliebenen Kräfte.

Die Situation bezüglich der Unterkünfte für die abgekämpften Wasserretter war wohl nicht so perfekt gelöst. Hier mussten unsere Leute sich selber organisieren.

Langsam entspannt sich die Hochwasserlage und die Wasserrettungszüge werden, nach vielem Dank durch die Bevölkerung, aus dem Einsatz entlasen.

Nach der Ankunft in Augsburg ist die Arbeit jedoch noch nicht beendet. Die Fahrzeuge müssen schnellstmöglich wieder einsatzbereit gemacht werden. Reinigung, tanken, Material ersetzen und sortieren. Das alles wird noch den ganzen Tag beanspruchen. Wer Zeit hat ist gerne gesehen zum helfen.

Bericht aus Magdeburg

Kaum waren die Fahrzeuge wieder einsatzklar wurde der Wasserrettungszug Schwaben 1 erneut in Ausrückbereitschaft gesetzt. Am frühen Sonntag morgen rückte er dann ab Richtung Magdeburg.

Der Einsatz wird sicher etwas länger dauern. Nach bisherigen Informationen wird bis Mittwoch oder Donnerstag mit der Heimkehr gerechnet.

Erste Infos zufolge sind die Bedingungen für die Helfer schwierig. Die große Anzahl von Einsatzstellen und Aufgaben sind eine Herausforderung für die Einsatzleitung und die Helfer vor Ort.

Auch bei der Unterkunft wird es schwierig. Aber unsere Einsatzkräfte sind flexibel und organisieren sich.

 

Hochwasser Deggendorf

Der Wasserrettungszug Schwaben 1 formierte sich am Mittwoch gegen 13.00 Uhr auf Anforderung des Krisenstabes für die Flutkatastrophe in Bayern.

Die Helfer der DLRG aus Augsburg sammelten sich zeitnah, verstauten die Ausrüstung und machten sich auf den Weg Richtung Deggendorf. 

Mit 4 Booten, Tauchausrüstungen und Leitfahrzeug versuchten wir uns zum Ortsteil Fischerdorf durchzuschlagen. Durch die vielen überfluteten Strassen um Deggendorf war dieses schwer und erforderte koordinative Fähigkeiten.


Angekommen am Ortsteil Fischerdorf begannen wir mit der Ablösung des Wasserrettungszuges der die ersten Stunden im Einsatz war. Die Boote wurden zu Wasser gebracht, die Lage erkundet, Übergabegespräche geführt und Einsatzpläne erstellt.


Die Lage stellte sich folgendermaßen da. Die Bewohner waren zum größten Teil evakuiert. Einige wenige wollten jedoch in ihren Häusern bleiben. Akute Gefahr bestand zunächst nicht. Die Straßen waren ca. 2,50 m - 3 m überflutet. Keller und Erdgeschosse fast aller Häuser unter Wasser. Der Ölgeruch lag über dem Wasser.

Die Arbeiten vor Ort gestalteten sich reibungslos. Hier zeigte sich die Ausbildung, Erfahrung und das Teamwork des Wasserrettungszuges Schwaben 1 der bereits in Dresden, Magdeburg und Augsburg in den vergangenen Hochwasserkatastrophen im Einsatz war.

Die Aufgaben am Abend und in der Nacht bestanden im weiteren evakuieren von Mensch und Tier des Dorfes. Brandmeldeanlagen die Brände meldeten mussten kontrolliert werden, Hilferufen nachgegangen, Tiere evakuiert werden und Gefahren beseitigt werden. Zum Teil wurden Pressevertreter gefahren um das Geshehene zu dokumentieren.

Nach kurzem Schlaf für ein paar Kräfte wurde ab 5.00 Uhr am Morgen mit dem Abarbeiten der verschiedenen weiteren Aufgaben begonnen. Personen wurden nun doch evakuiert, weitere Tiere geborgen. Firmen versuchten ihre Computeranlagen in Sicherheit zu bringen um einen Notbetrieb aufzubauen.

Gefahren entstanden durch Gastanks deren Leitungen zerstört waren und Gas austrat. Zusammen mit der Feuerwehr wurden diese Tanks geschlossen. Zum Teil mit Hilfe von Tauchern da die Verschlüsse unter Wasser lagen.

 

Am Donnerstag wurden wir von einem weiteren Wasserrettungszug abgelöst. Zum Abschluss dankte Armin Voss seinem Team aus 20 Augsburgern mit lobenden worten.

„Wir haben uns gut geschlagen und konnten Zeigen, dass unsere Ausbildung sich gelohnt hat.“ so Armin Voss.

Am Freitag mussten alle Ausrüstungen, Boote, Autos gereinigt, sortiert und wwieder einsatzbereit gemacht werden. Die Anstrengung der letzten Stunden war den Helfern anzusehen jedoch war jeder helfend und motiviert dabei.