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Umgang mit belastenden Einsatzlagen (PSNV-E)

Als Einsatzkraft kannst Du jederzeit mit belastenden Situationen und Ereignissen konfrontiert werden. Das Handeln in extremen Notfallsituationen kann zu großer psychischer und emotionaler Belastung führen - bestimmte Einsatzbilder bleiben Dir im Kopf. Deine üblichen Bewältigungsstrategien versagen. Du entwickelst z. B. Schlafstörungen, Angstzustände, Unruhe, Konzentrationsstörungen oder bist reizbar. Dies ist eine natürliche Stressreaktion.

Prävention, Akuthilfe und Nachsorge unserer Einsatzkräfte sind uns wichtig. Hier bekommst Du einige Tipps, was Du vor, während und nach dem Einsatz tun kannst um mit belastenden Einsätzen umzugehen. Unsere Vertrauenspersonen stehen Dir als erster Ansprechpartner zur Verfügung und können bei Bedarf auch weitere Hilfe vermitteln. Der DLRG Landesverband Bayern stellt Dir mit dem Referat Psychosoziale Notfallversorgung einen 24/7 Ansprechpartner für die aktue Hilfe zur Verfügung. Hol Dir die Hilfe die Du brauchst und scheu Dich nicht davor, Hilfe in Anspruch zu nehmen! Je schlimmer das Erlebte ist, desto mehr Hilfe solltest Du in Anspruch nehmen. Achte auch auf die Gesundheit Deiner Kameraden und hilf ihnen wenn sie etwas belastet! Wir sind schließlich nicht nur während des Einsatzes ein Team.

Kurzübersicht Hilfsangebote:

Referat Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) DLRG Bayern

Hotline: 09181 / 320 13 33

E-Mail: psnv(at)bayern.dlrg.de

Webseite: https://bayern.dlrg.de/fuer-mitglieder/fachbereiche/psnv/

Telefonseelsorge

Telefonnummern: 0800 / 111 0 111 | 0800 / 111 0 222 | 116 123

Webseite (mit Chatfunktion): https://www.telefonseelsorge.de/

Netzwerk Psychosoziale Notfallversorgung

Krisen-Hotline: 0800 / 589 22 72

E-Mail: beratung(at)netzwerk-psnv.de

Webseite: https://www.netzwerk-psnv.de/

Krisendienste Bayern

Krisen-Hotline: 0800 / 655 3000

Webseite: https://www.krisendienste.bayern/

 

Was Du für Dich tun kannst:

Eigenständiges Coping

Du solltest Dir im Vorfeld selbst einen Plan zurechtlegen, wie Du mit einem belastenden Einsatz umgehen kannst. Frage Dich „Was tut mir gut?“ und schreibe Dir das am besten auf.

Beispiele:

  • Kurzfristig - sofort nach dem belastenden Einsatz: Eine Cola und Snickers essen, den Einsatz mit den beteiligten Kollegen nachbesprechen, Partner / Freunde / Familie anrufen
  • Mittelfristig – in den Tagen nach dem belastenden Einsatz: z.B. Zeit mit der Familie / Freunde verbringen, eine Therme besuchen, …
  • Langfristig - was mache ich wenn mich der Einsatz nach Wochen noch belastet:  z.B. Gesprächstherapie

Einsatzvorbereitung (Prävention)

  • Freizeitgestaltung
  • gutes Persönliches Zeitmanagement
  • Sport
  • Gesunde Ernährung
  • Hobbys pflegen
  • Konstruktive Selbstreflexion
  • Weiterentwicklung individueller Kompetenzen
  • Bewertung von Stress
  • Aus- und Fortbildung

Einsatzbegleitung (Umgang mit überschießenden Stress-Reaktionen im Einsatz)

  • Konzentration auf einzelne Routine-Tätigkeit legen z.B. Blutdruckmessen
  • Ressourcen erkennen (personelle/materielle/...)
  • Strukturiert Aufgaben durchgehen
  • Imagination: Vorstellen dass die Einsatzkleidung als Rüstung wirkt (Psychischer Schutz), Vorstellen eines Unsichtbaren Beschützers, Religiöse Vorstellungen
  • Negative Gedanken lassen sich mit Gedankenstops unterbrechen: Geschehen möglichst sachlich betrachten, Emotionale Aspekte ausklammern, medizinisch-technische und aufgabenbezogene Überlegungen in den Vordergrund rücken und sich Fokussieren.
  • Reframing: Situation neu bewerten und umdeuten (Ich habe schon schlimmeres erlebt.)
  • Selbstinstruktion: An sich selbst appellieren (Ich schaffe das schon)
  • Ablenkung : z.B. Rückwärtszählen, 1x1 aufsagen, Reime leise summen, zählen oder benennen von Gegenständen in der Umgebung
  • Kurze Unterbrechung: „10 for 10“ – Im Team in 10 Sekunden die nächsten 10 Minuten planen
  • Humor: Eine Humorvolle Betrachtung kann den Umgang mit schwierigen Situationen erleichtern
  • Notfallplan für sich im Einsatz festlegen: Standardisierte stressfeste Maßnahme ausführen
  • Hilfsmittel nutzen: Checklisten, etc.
  • Kollegen um Unterstützung bitten: z.B. Codewörter vereinbaren (Hast Du einen Vorschlag was wir jetzt noch tun können?)
  • Zeitliche Begrenzung: sich selbst vor Augen führen, dass jeder Einsatz irgendwann einmal endet. Belastungen ist man nur für einen begrenzten Zeitraum ausgesetzt.
  • Entspannungstechniken: tiefe Atmung, Essen, Trinken, Muskelrelaxion, autogenes Training
  • Wenn alles nichts mehr hilft: sich gegenseitig Unterstützen und weitere Hilfe Nachfordern

Einsatznachsorge

  • persönliche Bewältigungsstrategien
  • Rituale (Reinigung / Desinfektion des Fahrzeugs, Duschen)
  • Gespräche mit Kollegen die am Einsatz beteiligt waren
  • Entspannungstechniken
  • Ablenkung
  • Unterstützung durch das eigene soziale Umfeld
  • Einsatztagebuch
  • Nachsorgegespräche (Einzeln oder im Team, kurz oder lang – je nach Situation)
  • Supervision
  • Pausen und Ruhen
  • Schönes erleben
  • Stress reduzieren
  • Kontrolliert „Dampf“ ablassen
  • Lernen sich zu distanzieren
  • Gefühle zulassen
  • Erinnerungen teilen
  • Für sich Dinge einordnen
  • (ehrenamtliche) Arbeit würdigen
  • Trost suchen
  • Erlebtes in Gemeinschaft bewältigen
  • Evtl. Erlebnisse die Belasten aufschreiben
  • Keine neuen Bilder und Reize über aktive innere Bilder legen (Fernsehen, Kino vermeiden)
  • Kein Alkohol / Drogen
  • Hilfe suchen

 

Weitere Informationen:

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